Ultraschallschwingläppen

Stein der mittels Ultraschallschwingläppen bearbeitet wurde.

Ultraschallschwingläppen, das auch als Ultraschall-Erosion bekannt ist und im englischen „Ultrasonic Machining“ heißt, ist ein Verfahren zur Bearbeitung von sprödharten Werkstoffen wie zum Beispiel Glas, Granit, Keramik und kohle- oder glasfaserverstärkten Kunststoffen.

 

Ein im Ultraschallbereich schwingendes Formzeug, welches als Negativform der in das Werkstück einzubringenden Geometrie fungiert, gibt die Schwingungsenergie an Schleifmittelkörner, die Läppkörner, weiter, welche sich innerhalb einer Flüssigkeit befinden, die zwischen Formzeug und Werkstück eingeschwemmt wird.

Die Läppkörner werden durch die Schwingung in das Werkstück eingehämmert. In dem spröden Material bilden sich dabei Mikrorisse, welche nach und nach zum Abtrag des Materials führen. So entsteht dabei die Abbildung des Formzeugs im Werkstück.

Das Verfahren selbst wurde in den 1930 Jahren entwickelt und findet in verschiedenen Bereichen wie der Schmuck- und Uhrenindustrie, Mikrotechnik und Medizintechnik Anwendung.

Fragen zum Ultraschallschwingläppen? Dann melde dich bei:

Läppkörner werden zwischen Formzeug und Werkstück eingeschwemmt.

Sonotroden, Formzeuge und verschiedene Materialien die mittels Ultraschallschwingläpppen bearbeitet wurden.

 

Gabriel Wald M.Sc.

Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft
Institute of Materials and Processes (IMP)
Moltkestr. 30
76133 Karlsruhe
Tel.: +49 (0) 721 / 925-2073
E-Mail: gabriel.wald@hs-karlsruhe.de
Web: www.hs-karlsruhe.de/imp/abteilungen/wtt-cpps/