Europaweit einmaliger Forschungsschwerpunkt

Studierende der Hochschule Karlsruhe wurden mit dem Bearbeitungsverfahren des Ultraschallschwingläppens vertraut gemacht

(Foto: Maja Jeretin-Kopf)
Studierende an der Ultraschallschwingläppmaschine des IMP

 

Im Rahmen der OpenLab-Veranstaltung des Gläsernen Labors der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft machten sich Studierende der Hochschule Karlsruhe mit dem Bearbeitungsverfahren des Ultraschallschwingläppens vertraut, das besonders zur Bearbeitung sprödharter Werkstoffe wie Glas, technischer Keramik und faserverstärkter Kunststoffe wie Carbon geeignet ist. Gabriel Wald M. Sc. ist als Ingenieur seit mehreren Jahren in diesem Bereich erfolgreich in der Forschung am Institute of Materials and Processes (IMP) der Hochschule tätig, an dem sich die gesamte industrielle Prozesskette – vom Design, über die Entwicklung hin zu Konstruktion und Fertigung – abbilden lässt. Er stellte die Hintergründe dieser Technologie anschaulich vor und demonstrierte an verschiedenen hartspröden Werkstoffen die Vorzüge dieses Bearbeitungsverfahrens. Sehr interessiert nahmen die Studierenden auch die „Hands-on-Angebote“ an, die vom technischen Leiter des IMP Oliver Brückom vorbereitet und begleitet wurden, denn sie konnten so beim Sägen und Bohren von Steinen und Glasplatten die schwierige Bearbeitung sprödharter Materialien selbst erproben.

Scharfkantige Geometrien und Freiformflächen in spröde und gleichzeitig harte Materialien können nur mittels Ultraschallschwingläppen hergestellt werden. Ein Forschungstrio bestehend aus Prof. Dr. Rüdiger Haas, Oliver Brückom und Gabriel Wald konnte gemeinsam mit mehreren mittelständischen Unternehmen in einem Forschungsprojekt einen neuen Prototyp einer Ultraschallschwingläppmaschine entwickeln, der mit einem neuen Regelungskonzept und neuen Bearbeitungstechnologien zur Bearbeitung sprödharter Werkstoffe ausgestattet ist. Aktuell befasst sich das Forscherteam mit der Konstruktion eines innovativen Schnellwechselsystems für Ultraschallwerkzeuge, um die Anwendungs- und Bedienfreundlichkeit beim Ultraschallschwingläppen zu steigern.

Unter Federführung der beiden Projektleiterinnen Karina Renten und Angelina Ekkert finden in diesem Semester noch weitere Open-Lab-Veranstaltungen statt, in denen Studierende Gelegenheit haben, unter Anleitung von Experten selbst technische Gegenstände zu bearbeiten und eigene Produkte zu fertigen. Dazu sind Studierende aller Fakultäten herzlich willkommen.


Ein Bericht von Maja Jeretin-Kopf

 

 

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